DIE STIFTUNG

Der 31. Juli 2007 mag getrost als Wendepunkt in Bremens Finanzwelt gelten: Im Gebäude der Landeszentralbank Bremen an der Kohlhökerstraße werden an diesem Tag zum letzten Mal in der Hansestadt Wertpapierkurse festgestellt. Die Bremer Börse – bis dato eine der acht deutschen Regionalbörsen – gibt ihr operatives Geschäft nach rund 325 Jahren endgültig auf. Doch dieses vermeintlich bittere Ende markiert in der Tat einen verheißungsvollen Neuanfang: Aus der Bremer Wertpapierbörse Holding AG geht die gemeinnützige Stiftung Bremer Wertpapierbörse hervor – am 7. August erkennt die Freie Hansestadt Bremen die Stiftung rechtskräftig an.

Seitdem hat sie sich die Förderung von Wissenschaft, Kultur und Forschung auf die Fahne geschrieben. Mit einem verwalteten Börsenvermögen von rund zwölf Millionen Euro unterstützt die Stiftung entsprechende Projekte, etwa an der Universität Bremen, der Jacobs University oder der Bremer Shakespeare Company, und hält auf diese Weise die Erinnerung an die Börsenzeiten in der Hansestadt lebendig.

Stiftungsvorstand ist der ehemalige Börsengeschäftsführer Axel Schubert, ihm zur Seite steht ein Kuratorium, bestehend aus sieben Mitgliedern. Anträge auf Förderung können hier gestellt werden. Spenden und Zuwendungen werden gern entgegengenommen, um damit den Umfang der einzelnen Förderungen zu erweitern.