PRESSE

Stifterverband sucht 100 Zukunftsideen für Bildung, Wissenschaft und Innovation
Stiftung Bremer Wertpapierbörse unterstützt Start-up-Wettbewerb „Wirkung hoch 100“ und prämiert Projekte aus Nordwestdeutschland

Bremen, 13.08.2020. Bildung, Wissenschaft und Innovation gemeinsam neugestalten – darum geht es bei der Jubiläumsinitiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. Anlässlich seines 100. Geburtstages hat der Verband den Start-up-Wettbewerb „Wirkung hoch 100“ ins Leben gerufen und sucht noch bis zum 14. September 2020 die 100 besten Ideen für zukunftsweisende Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssysteme. In Kooperation mit Stiftungen und Unternehmen bringt "Wirkung hoch 100" Experten und Netzwerkpartner zusammen und verhilft ihren Projekten zum Durchbruch. So beteiligt sich auch die Stiftung Bremer Wertpapierbörse an diesem Wettbewerb und prämiert unabhängig von der Entscheidung der Jury die besten Beiträge aus Bremen und Nordwestdeutschland gesondert. „Veränderungsprozesse und Krisen können wir nur gemeinsam meistern. Für die Bewältigung sind oft unkonventionelle Ideen gefragt und insbesondere Forschungs- und Wissenschaftsinstitutionen sowie gemeinnützige Einrichtungen besitzen ein enormes Innovationspotenzial“, ist sich Axel Schubert, Vorstand der Stiftung Bremer Wertpapierbörse, sicher und ergänzt: „Aus diesem Grund engagieren wir uns für diesen Wettbewerb. In tiefer Verbundenheit zu Bremen und Nordwestdeutschland unterstützen wir zusätzlich und losgelöst von der Bewertung der Jury herausragende Ideen aus der Region mit bis zu 8.000 Euro.“ In einem mehrstufigen Prozess werden die ausgewählten Projekte finanziell gefördert, gecoacht und weiterentwickelt. Die drei Konzepte mit dem vielversprechendsten Potenzial erhalten den „Wirkung hoch 100-Preis“. Für die Förderung stehen insgesamt bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Über den Wettbewerb „Wirkung hoch 100":
Teilnehmer:
Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungsorganisationen oder Wissenschaftsakademien Bildungsträger, Vereine und Initiativen aus der Zivilgesellschaft Gemeinnützige Sozialunternehmen
Bewerbungsschluss:
14. September 2020
Ziel:
Gewinnerprojekte vernetzen, finanziell fördern und weiterentwickeln. Alle Informationen zum Wettbewerb unter https://www.stifterverband.org/wirkunghoch100/ausschreibung
Über die Stiftung Bremer Wertpapierbörse

Nach dem Ende des Wertpapierhandels in Bremen gründete Vorstand Axel Schubert mit dem Vermögen der BWB Holding AG und ihren Töchtern Bremer Börse AG, BWB Wertpapierbank GmbH und BWB Beratung GmbH die Stiftung BWB. Mit einem verwalteten Vermögen von rund zwölf Millionen Euro hat sich die Stiftung die Förderung von Projekten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Forschung auf die Fahne geschrieben. Seit ihrer Gründung förderte die Stiftung mehr als 50 Projekte mit insgesamt 1,8 Millionen Euro.

Pressekontakt:

DIALOG Public Relations // Ansprechpartner: Daniel Günther
Telefon: 0421 32 88 110
E-Mail: daniel.guenther@dialog-pr.com

Bremens Chance auf ein Universitätsklinikum
Modell ‚Medizincampus Bremen‘: Ziel ist der schrittweise Aufbau einer universitären Medizin

Bremen, 28.11.2019. Bremen bietet als einziges Bundesland kein universitäres Medizinstudium an und entkoppelt sich damit teilweise von den Entwicklungen in der universitären Medizin. Aus diesem Grund beauftragte die Stiftung Bremer Wertpapierbörse den Medizinexperten Professor Dr. Reto Weiler, eine Konzeptskizze zum Aufbau einer Universitätsmedizin in Bremen zu entwickeln, welche heute vorgestellt wurde. Mittelfristiges Ziel des Modells Medizincampus Bremen ist der schrittweise Aufbau einer universitären Medizin in Bremen mit den drei Säulen Forschung, Lehre und Krankenversorgung unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Stärken.

„Bremen verspielt Chancen“

Im Kampf gegen den Ärztemangel favorisiert die bremische Politik seit Jahresanfang das sogenannte Satellitenmodell, das lediglich eine klinische Ausbildung für angehende Mediziner vorsieht. Dazu erklärt Professor Dr. Reto Weiler: „Ein solches – zunehmend als kritisch betrachtetes – Modell erfüllt nicht die Vorgaben des Masterplans Medizinstudium 2020 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, denn es erlaubt keine frühzeitige, praxisnahe Ausbildung am Patienten. Zudem baut es weder auf den vorhandenen Stärken in der medizinischen Forschung der Region auf, noch führt es langfristig zu einem Universitätsklinikum. Bremen verspielt als zentraler Gesundheitsstandort im Nordwesten damit die Chancen auf eine wissenschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Gesundheitssektors sowie auf eine verbesserte medizinische Versorgung der Bevölkerung.“

Schrittweise zum Universitätsklinikum

Die Modellstudie „Medizincampus Bremen“ von Professor Dr. Reto Weiler zeigt eine ernstzunehmende Alternative zu dem Satellitenmodell auf. Das Konzept sieht im ersten Schritt vor, alle universitären und außeruniversitären, medizin-nahen Forschungseinrichtungen sowie Kliniken mit ausgewiesener klinischer Forschung zusammenzufassen und durch Fördermaßnahmen zu stärken. Der nächste Schritt beabsichtigt die Mitgliedschaft der Universität Bremens in der European Medical School Oldenburg-Groningen. Dadurch werden die akademischen Voraussetzungen für die Ausbildung von Medizinstudierenden in Bremen geschaffen. Schließlich werden die an der Lehre beteiligten und in der klinischen Forschung ausgewiesenen Kliniken zu einem Universitätsklinikum Bremen zusammengefasst.

Der „Medizincampus Bremen“ setzt den Schwerpunkt auf die medizinische Forschung. Darin sehen die Experten um Prof. Weiler die Basis für eine nachhaltige Prosperität der Nordwest Region. Als Teil der European Medical School und im Verbund mit den Universitäten Oldenburg und Groningen werden zudem die medizinische Lehre in Bremen etabliert und die Anzahl der Studienplätze erhöht. Durch eine universitätsmedizinische Weiterentwicklung in der Krankenversorgung gewinnt der Standort an Attraktivität sowohl für Patienten als auch für ärztliches Personal – die Grundlage für die wirtschaftliche Weiterentwicklung des medizinischen Sektors in der Hansestadt. Voraussetzung für die Entstehung des ‚Medizincampus Bremen‘ ist die Offenheit und Bereitschaft der beteiligten Akteure. Dazu zählen laut Modellstudie beispielsweise die Universität Bremen, das Fraunhofer-Institut MEVIS, das Leibniz-Institut Präventivforschung und Epidemiologie sowie der Klinikverbund Gesundheit Nord. Prof. Weiler schlägt eine Arbeitsgruppe aus diesen Akteuren vor, die das Konzept weiterentwickelt, um dann gemeinsam mit den politischen Gremien die Umsetzung anzugehen.

Öffentlichen Diskurs anfachen

Die Stiftung Bremer Wertpapierbörse fördert dieses Projekt, um den Gesundheitsstandort Bremen zu stärken. Stiftungsvorstand Axel Schubert: „Bremens Krankenhäuser haben große Nachwuchsprobleme, die besten Mediziner zieht es oftmals in andere Städte, an renommiertere Kliniken. Wir hoffen durch die Modellstudie einen öffentlichen Diskurs über den Medizinstandort Bremen anzufachen.“ Mit der Einrichtung eines Universitätsklinikums würde Bremen an zusätzlicher Attraktivität für Patienten und ärztliches Personal gewinnen und zudem neue Potenziale für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Region schaffen.

Vita Prof. Reto Weiler

Reto Weiler studierte an der Universität Zürich Biologie und promovierte und habilitierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Verschiedene Auslandsaufenthalte an medizin-biologischen Forschungsinstituten führten ihn nach Italien, in die USA, Kanada und Australien. Anschließend übernahm er die Professur für Neurobiologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er entwickelte das Konzept für die European Medical School und war Mitglied des Gründungsdekanats der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften. Er leitet als Mitglied des Medizinausschusses des Österreichischen Wissenschaftsrates die Einrichtung einer Medizinischen Fakultät an der Johannes Kepler Universität Linz und gehört unter anderem zum Gründungsausschuss der Medizin an der Universität Augsburg, ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und war von 2008-2018 Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst.

Über die Stiftung Bremer Wertpapierbörse

Nach dem Ende des Wertpapierhandels in Bremen gründete Vorstand Axel Schubert mit dem Vermögen der BWB Holding AG und ihren Töchtern Bremer Börse AG, BWB Wertpapierbank GmbH und BWB Beratung GmbH die Stiftung BWB. Mit einem verwalteten Vermögen von rund zwölf Millionen Euro hat sich die Stiftung die Förderung von Projekten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Forschung auf die Fahne geschrieben. Seit ihrer Gründung förderte die Stiftung mehr als 50 Projekte mit insgesamt 1,8 Millionen Euro.

Pressekontakt:

DIALOG Public Relations // Ansprechpartner: Daniel Günther
Telefon: 0421 32 88 110
E-Mail: daniel.guenther@dialog-pr.com